About KIM OKURA VIENNA – KOKVIE

Kim Okura
Kim Okura at her studio in Vienna, winter 2016


Kim Okura (geboren 1973 in Klagenfurt, Österreich) lebt und arbeitet in Wien.

Okuras künstlerische Position offenbart sich in ihrem umfangreichen und vielschichtigen Œuvre welches sich durch verschiedenste Ansätzen und Formen arbeitet und den radikalen Anspruch erhebt, durch individuelle Inszenierungen einzelner Arbeiten oder Werkzyklen zu pulsieren, anstatt sich linear devot einem kontemporären Dekret zu unterwerfen. Ihr künstlerisches Werk umfasst Zeichnungen, Malereien, Grafiken, Leinwand- und Papierarbeiten, Objekte, Skulpturen, Konzeptkunst, Installationen und Texte.

Mehr Daten CV, siehe auch online Werkverzeichnis / Catalogue raisonné


_______Kunst

Durch die Kunst zur Erkenntnis. „Kunst kann helfen zu erkennen, zu verändern, zu entwickeln. Kann auch aufzeigen. Muss sie aber nicht. Man braucht auch nicht immer verstehen was der Künstler mit seinem Werk ausdrücken will. Es reicht oft auch aus, sich einfach daran zu erfreuen. Oder man geht eben tiefer. Das ist sehr individuell.“

Kim Okuras künstlerisches Bestreben versteht sich als Synonym für die Suche nach Erkenntnisgewinn. Ihre Hauptthemen zeigen sich als abstrakte und figurale Allegorien.

Dingen auf den Grund gehen oder – über das Offensichtliche hinaus, metaphysisch betrachtet. Beobachten, wahrnehmen, begreifen, reflektieren, kontemplieren, recherchieren und die gewonnenen Eindrücke und Fragen in ihren Arbeiten umsetzten. Das Warum, Wieso und Weshalb und das nicht schon empirisch Erkannte, inspirieren bei Kim Okura den künstlerischen Prozess und sind Ansatz und Motor für die Arbeiten der Künstlerin.

Inhaltlich beginnen Okura ihre Arbeiten nie unbefangen. Es gibt einen Auslöser, etwas das sie reizt. Ein Frage, ein Gedanke, ein Impuls. „Das beginnt bei mir mit sozialphilosophischen Fragen und humanistischen Betrachtungen und pendelt auch beispielsweise in die Physik, Metaphysik oder Biologie. Ein komplexer dialogisch erarbeiteter Mechanismus aus dem sich, einmal in Gang gesetzt, dann entweder konzeptionelle Einzelarbeiten oder ganze Zyklen erschaffen.“

Es gibt ja im Prinzip zwei Künstlertypen: die einen, die immer wieder Neues ausprobieren, Picasso ist da vielleicht das prominenteste Beispiel. Und die anderen ziehen eine einzige Idee durch. Zitat: Erwin Wurm in „Mir war meine Kunst zu schade für Politik“ | derstandard.at

Monotonie, im Sinne von ein und die selbe Idee exhaustiv zu repetieren, ist nichts für Kim Okura. „Ich brauche die Abwechslung, das Neue, die Variable, das Vertiefen und das Ausweiten. Ob Zeichnungen, Malereien, Objekte, Collagen, Grafiken, Installationen oder Aktionskunst, verschiedene Materialien und Malmittel und Reborns.“

Erkenntnisgewinn durch Kunst? „Ja und Nein. Ich sehe die Dinge ja nie wie sie sind. Ich fühle, sehe und empfinde sie, wie ich bin und setzte sie dementsprechend in meinen Arbeiten um. Alles andere wäre eine Lüge. Niemand sieht die Dinge wie sie sind. Das zu behaupten ist purer Schwachsinn. Jeder lebt in seiner eigenen Wirklichkeit.“

Die bildende Kunst hat ihr Leben von Anfang in Beschlag genommen, bekennt sich Kim Okura. „Selbst in meinen Studienzeiten und während meiner Reisen ist das Aufsaugen von Eindrücken immer das primäre Ziel mit dem Hintergedanken das Erlebte irgendwann in meine Arbeiten einfließen zu lassen. Das war bei mir schon immer so, es hat nur Mut gebraucht meine Kunst einem breiten Publikum zu zeigen.“

Mit Studienzeiten beschreibt Kim Okura die Phasen in ihren Leben in denen sie künstlerisch wenig produktiv war, dafür aber umso mehr Eindrücke und Erfahrungen für ihr heutiges Schaffen sammelte. Ihr USA Aufenthalt, Touren in Indien und zahlreiche weitere Reisen haben sie definitiv nachhaltig beeinflusst, sagt sie.

„Das Leben ist wie eine chinesische Montageanleitung. Im Nachhinein – ergibt immer alles einen Sinn.“


_____Mojo ON & Past Projects

Auf vielen der Arbeiten ist Kim’s Mojo zu finden. Ein Talisman und Mon. Der eigens entworfener Glücksbringer setzt sich aus dem Symbol Kreis und der Rune Dagaz (d, Tag) zusammen.

KIM OKURA – ATELIER VIENNA 2012 – 2015 Winzige Grafiken implementiert in Unikat Schmuckstücke. Produziert in Einzelanfertigung, jeweils mit individuelle Seriennummer und ID-Card

KIM OKURA – DESIGN 2008 – 2013 Grafiken gedruckt auf Shirts und Streetwear